Die Baubranche ist vielfältig und die Ansprüche unterschiedlicher Gewerke an eine effiziente Bausoftware sind sehr verschieden. Generalunternehmer, Haustechniker, Sanitärinstallateure oder Baumeister benötigen oft spezialisierte Softwarelösungen mit eigenen Funktionen, um ihre individuellen und komplexen Anforderungen effizient zu bewältigen. Doch welche Tools für den Bau gibt es in der Schweiz für welche Branchen? Und welche ist die beste Bausoftware? Muss es eine Spezial-Software sein, oder ist eine Gesamtlösung die beste Software-Wahl?
Bausoftware-Vergleich Schweiz: Funktionen, Bedienbarkeit und mehr
Unser Bausoftware-Vergleich soll hier für Klarheit sorgen. Wie ist es bestellt um den Funktionsumfang, die intuitive Bedienbarkeit und nahtlose Integration, das Aufgabenmanagement, die Dokumentation und Zeitpläne? Dieser Blogartikel stellt auf die Schweiz spezialisierte Baumanagement-Software einander gegenüber und vergleicht sie mit einer Gesamtlösung für die Bauadministration im Baugewerbe.
Überblick: Anforderungen unterschiedlicher Bauunternehmen
Die Anforderungen im Baugewerbe sind immens. Und dasselbe gilt für eine Software, die je nach Branche die gängigsten Prozesse vereinfachen und automatisieren soll. Von der Planung über die Durchführung bis zur Nachbereitung von Bauprojekten und darüber hinaus reicht das Spektrum der Funktionen. Zu den zahlreichen Aufgaben, die es zu bewältigen gilt, zählen:
- Projektmanagement: Planung, Koordination und Überwachung von Bauprojekten sind zentrale Aufgaben. Dazu gehören die Erstellung und Überwachung von Zeitplänen sowie das Management von Ressourcen und Budgets.
- Dokumentation: Bauprojekte erfordern eine umfassende und strukturierte Dokumentation. Von Plänen und Bauzeichnungen über Devis, Verträge und Akontorechnungen bis zu Abnahmeprotokollen müssen alle Dokumente sorgfältig erfasst und verwaltet werden.
- Kommunikation und Zusammenarbeit: Eine effektive Kommunikation und Zusammenarbeit zwischen allen Beteiligten – Architekten, Ingenieuren, Bauarbeitern, Auftraggebern und Behörden – ist entscheidend für den reibungslosen Ablauf eines Bauprojekts.
- Qualitäts- und Sicherheitsmanagement: Die Einhaltung von Qualitätsstandards und Sicherheitsvorschriften ist unerlässlich. Dies umfasst regelmässige Inspektionen, Berichte und die Dokumentation von Mängeln und deren Behebung. Auch Standards und Normen, die spezielle für die Baubranche in der Schweiz gelten, müssten von der Software erfüllt werden.
- Kostenkontrolle: Die Überwachung und Kontrolle der Kosten ist ein weiterer kritischer Aspekt. Bauunternehmen müssen Budgets verwalten, Ausgaben überwachen und sicherstellen, dass Projekte innerhalb der vorgesehenen Kostenrahmen bleiben. Genaue Vor- und Nachkalkulationen helfen dabei, die Kosten projektspezifisch zu überwachen.
Relevanz von massgeschneiderten Softwarelösungen
Angesichts dieser vielfältigen Anforderungen ist der Einsatz modular aufgebauter bzw. massgeschneiderter Softwarelösungen unerlässlich, um die Effizienz und Produktivität von Bauprojekten zu steigern. Eine perfekt passende Bausoftware bietet folgende Vorteile:
- Effizienzsteigerung: Sie kann Prozesse optimieren und effizienter gestalten. Durch die Digitalisierung und Automatisierung von Abläufen können Aufgaben schneller und genauer erledigt werden.
- Umfassende Funktionen: Breite Palette an Funktionen speziell für die Bedürfnisse der Baubranche. Dazu gehören Werkzeuge für das Aufgabenmanagement, die Vorkalkulation, die Dokumentation, die Verwaltung von Zeitplänen und Baulöhne.
- Intuitive Bedienbarkeit: Eine benutzerfreundliche Oberfläche dient der effizienten Nutzung. Dies reduziert Schulungsaufwände und unterstützt die schnelle Implementierung in Bauunternehmen.
- Nahtlose Integration: Integration in bestehende Systeme und Prozesse erleichtert den Datenaustausch zwischen verschiedenen Anwendungen.
- Support und Anwenderunterstützung: Zuverlässiger Support einschliesslich Schulungen, Dokumentationen und technischem Support, um den Anwendern bei der Nutzung zu helfen.

Ein Software-Vergleich ist eine gute Möglichkeit fürs Baumanagement oder die Bauleitung, die perfekte Bausoftware herauszufinden.
Use-Cases für Bausoftware in unterschiedlichen Baubranchen
Die folgenden Use-Cases zeigen die Vielseitigkeit und Notwendigkeit spezialisierter Bausoftwarelösungen. Der Bausoftware-Vergleich und der Baumanagement-Software-Vergleich bieten einen umfassenden Überblick über die beste Bausoftware und deren Lösungen zur Optimierung von Abläufen und Prozessen in Bauunternehmen:
Architekten
- Entwurfs- und Planungsphase: Unterstützung bei der Erstellung und Verwaltung von Bauplänen und Entwürfen, inklusive 3D-Modellierung und Visualisierung.
- Projektmanagement: Koordination von Projektphasen, Zeitplänen und Ressourcen.
- Dokumentation: Erfassen und Verwalten aller relevanten Projektdaten und -dokumente. Erstellung von Ausschreibungsdokumentation nach SIA451 Norm.
- Zusammenarbeit: Reibungslose Kommunikation und Datenaustausch mit Bauherren, Ingenieuren und anderen Beteiligten.
- Genehmigungsverfahren: Unterstützung bei der Erstellung und Einreichung von Genehmigungsunterlagen.
Grosse Baukonzerne
- Projekt- und Bauleitung: Umfassende Tools für die Planung, Überwachung und Steuerung grosser Bauprojekte.
- Kostenmanagement: Verfolgung und Kontrolle von Budgets, Ausgaben und Finanzmitteln.
- Ressourcenmanagement: Verwaltung von Personal, Maschinen und Materialien.
- Qualitäts- und Sicherheitsmanagement: Sicherstellung der Einhaltung von Qualitätsstandards und Sicherheitsvorschriften.
- Datenintegration: Nahtlose Integration mit bestehenden Systemen für eine übersichtliche und effiziente Datenverwaltung.
Generalunternehmen (GU) und Totalunternehmen (TU)
- Gesamtprojektkoordination: Steuerung und Koordination aller Bauphasen und -Gewerke.
- Vertragsmanagement: Verwaltung von Verträgen mit Subunternehmen und Lieferanten.
- Terminplanung: Erstellung und Überwachung von detaillierten Bauzeitplänen.
- Risiko- und Änderungsmanagement: Identifikation und Management von Risiken sowie Änderungsanforderungen im Projekt.
- Berichtswesen: Erfassung und Auswertung von Projektdaten für Berichte und Analysen.
Innenausbau
- Projektplanung: Detaillierte Planung und Visualisierung von Innenausbauprojekten.
- Materialverwaltung: Verwaltung und Bestellung von Materialien und Einrichtungsgegenständen.
- Zeiterfassung: Dokumentation und Überwachung von Arbeitszeiten und Fortschritten.
- Kommunikation: Effiziente Abstimmung und Kommunikation mit Auftraggebern und Subunternehmen.
- Qualitätskontrolle: Sicherstellung der Ausführungsqualität und Einhaltung der Kundenvorgaben.
Haustechnik und Elektriker
- Installationsplanung: Planung und Dokumentation von Installationen, einschliesslich Strom-, Heizungs-, Lüftungs- und Klimaanlagen.
- Auftragsverwaltung: Verwaltung von Serviceaufträgen und Wartungsplänen.
- Bestandsaufnahme: Erfassen und Verwalten von Bestandsdaten und technischen Spezifikationen.
- Sicherheitsdokumentation: Dokumentation von Prüfungen und Sicherheitsmassnahmen.
- Mobile Anwendungen: Nutzung von mobilen Apps für Vor-Ort-Dokumentation und Kommunikation.
Sanitärbereich
- Projektmanagement: Planung und Überwachung von Sanitärinstallationen und -projekten.
- Material- und Lagerverwaltung: Verwaltung von Sanitärmaterialien und Ersatzteilen.
- Kundendokumentation: Erstellung und Verwaltung von Kundendokumentationen und Wartungsunterlagen.
- Arbeitszeiterfassung: Erfassen und Überwachen der Arbeitszeiten von Monteuren.
- Service-Management: Verwaltung von Serviceaufträgen und Kundendienstleistungen.
KMUs im Baugewerbe
- Auftragsmanagement: Verwaltung von Kundenaufträgen und Projekten.
- Ressourcenplanung: Planung und Zuweisung von Personal und Maschinen.
- Finanzverwaltung: Überwachung von Budgets, Rechnungen, Zahlungen und Nachkalkulation
- Dokumentation: Erfassen und Verwalten von Projekt- und Baudokumentationen.
- Mobile Unterstützung: Einsatz von mobilen Lösungen für die Baustellenkommunikation, Daten- sowie Zeit- und Arbeitserfassung.