Der rote Einzahlungsschein: Geschichte, Abschaffung und Alternativen

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Rote

Der rote Einzahlungsschein (ES) war über Jahrzehnte ein fester Bestandteil des Schweizer Zahlungsverkehrs. Mit der Einführung der QR-Rechnung wurde der rote Einzahlungsschein schrittweise ersetzt und ist mittlerweile nicht mehr gültig. Doch was machte ihn aus, warum wurde er abgeschafft, und welche Alternativen stehen heute zur Verfügung?

Rote und Orange Einzahlungsscheine: was ist der Unterschied?

Der rote Einzahlungsschein war über viele Jahre ein gängiges Zahlungsmittel in der Schweiz. Er wurde für Zahlungen sowohl innerhalb der Schweiz als auch ins Ausland genutzt.

Merkmale des roten Einzahlungsscheins:

📌 Keine Referenznummer – Die Zahlung erfolgte ohne strukturierte Referenz, wodurch jede Überweisung individuell überprüft werden musste.
📌 Manuelle Eingabe erforderlich – Rechnungssteller mussten lediglich die IBAN des Zahlungsempfängers angeben, während Zahler weitere Details manuell ausfüllen konnten.
📌 Feld für Mitteilungen – Im Gegensatz zum orangen Einzahlungsschein (ESR) konnten zusätzliche Mitteilungen hinzugefügt werden, um den Zahlungszweck anzugeben.
📌 Nutzung für Inlands- und Auslandszahlungen – Der rote Einzahlungsschein wurde nicht nur für Transaktionen innerhalb der Schweiz, sondern auch für internationale Überweisungen verwendet.

Im Vergleich dazu bot der orange Einzahlungsschein (ESR) eine strukturierte Referenznummer, die eine automatisierte Zuordnung von Zahlungen in der Buchhaltung erleichterte. Diese Referenznummer enthielt wichtige Daten wie:
Rechnungsempfänger
Rechnungssteller
Zahlungsinformationen

Die QR-Rechnung ersetzt die Einzahlungsscheine in der Schweiz

Die QR-Rechnung deckt mit ihren drei Erscheinungsformen die Möglichkeiten der bisherigen Einzahlungsscheine ab:

  1. Die QR-Rechnung mit QR-IBAN, QR-Referenz und dem Zahlteil mit QR-Code ersetzt den orangen Einzahlungsschein (ESR) mit der Referenznummer für Zahlungen innerhalb der Schweiz.
  2. Die QR-Rechnung mit IBAN ohne Referenz ist der direkte Nachfolger für den roten Einzahlungsschein (ES) für Zahlungen innerhalb und ausserhalb der Schweiz.
  3. Alternativ kann die QR-Rechnung mit IBAN und Creditor Reference für Zahlungen innerhalb und ausserhalb der Schweiz verwendet werden.

Viele Rechnungssteller und Rechnungsempfänger nutzen die Begriffe „Neue Einzahlungsscheine“, "Einzahlungsschein QR"oder "QR-Einzahlungsschein" als Synonym zur „QR-Rechnung“.

Warum wurde der rote Einzahlungsschein abgeschafft?

Die Abschaffung des roten Einzahlungsscheins erfolgte im Rahmen der Harmonisierung des Schweizer Zahlungsverkehrs. Die Einführung der QR-Rechnung ermöglichte eine effizientere Zahlungsabwicklung, reduzierte Fehlerquellen und unterstützte die Digitalisierung der Buchhaltung.

Die wichtigsten Gründe für die Ablösung des roten Einzahlungsscheins:

Höhere Effizienz – Die QR-Rechnung enthält alle Zahlungsinformationen im Swiss QR-Code, sodass manuelle Eingaben entfallen.
Weniger Fehler – Tippfehler und unvollständige Informationen werden durch die strukturierte QR-Rechnung vermieden.
Digitale Zukunft – Die QR-Rechnung unterstützt E-Banking, Mobile Banking und die automatisierte Buchhaltung.

Die QR-Rechnung: Vorteile für Unternehmen und Rechnungssteller

Einfaches Erstellen – Die QR-Rechnung kann auf weissem, perforiertem Papier gedruckt oder als PDF verschickt werden.
Flexible Zahlungsarten – Zahlung per E-Banking, Mobile Banking oder am Postschalter.
Automatisierte Verarbeitung – Reduziert manuellen Aufwand in der Buchhaltung und verbessert die Datenqualität.

QR-Rechnung in der mySORBA Buchhaltungssoftware

Mit mySORBA können Unternehmen nahtlos QR-Rechnungen generieren und verarbeiten – die moderne Alternative zum roten Einzahlungsschein. Dank der vollständigen Integration in die Buchhaltungssoftware lassen sich Rechnungen schnell, fehlerfrei und effizient erstellen.

Automatische Erstellung von QR-Rechnungen – Kein manuelles Eingeben von Zahlungsinformationen wie beim roten Einzahlungsschein notwendig.
Direkte Erfassung in der Debitoren- und Kreditorenbuchhaltung – QR-Rechnungen werden sofort ins System übernommen und zugeordnet.
Flexibles Drucklayout – QR-Rechnungen können als PDF versendet oder auf Papier ausgedruckt werden – ähnlich wie der rote/orange Einzahlungsschein früher genutzt wurde.
Rechtskonforme und aktuelle Lösung – Regelmässige Updates stellen sicher, dass alle gesetzlichen Anforderungen erfüllt werden.

Die Zeit des roten Einzahlungsscheins ist vorbei – die Zukunft gehört der QR-Rechnung

Der rote Einzahlungsschein war ein bewährtes Zahlungsmittel, wurde aber durch die QR-Rechnung vollständig ersetzt. Unternehmen profitieren heute von einer vereinfachten, fehlerfreien und digitalen Zahlungsabwicklung.

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FAQ: Alles Wissenswerte zum Einzahlungsschein und seinen Alternativen

Gibt es den roten Einzahlungsschein in der Schweiz noch?

Nein, der rote Einzahlungsschein (ES) wurde am 30. September 2022 abgeschafft und durch die QR-Rechnung ersetzt. Diese ermöglicht eine vereinfachte, digitale Zahlungsabwicklung, die sowohl manuelle als auch elektronische Zahlungen unterstützt.

Was ist der Unterschied zwischen einem roten und einem orangen Einzahlungsschein?

Der rote Einzahlungsschein (ES) hatte keine Referenznummer und erforderte eine manuelle Erfassung der Zahlungsinformationen. Der orange Einzahlungsschein (ESR) enthielt dagegen eine strukturierte Referenznummer, die eine automatische Zahlungszuordnung in der Buchhaltung ermöglichte. Beide wurden durch die QR-Rechnung ersetzt.

Wie kann ich heute eine Rechnung ohne Einzahlungsschein erstellen?

Mit einer Buchhaltungssoftware wie mySORBA lassen sich QR-Rechnungen automatisch generieren. Diese ersetzen den klassischen Einzahlungsschein und können als PDF versendet oder auf Papier ausgedruckt werden. Die QR-Rechnung enthält alle Zahlungsinformationen digital im Swiss QR-Code, sodass manuelle Eingaben entfallen.

Wie funktioniert eine Einzahlung mit der QR-Rechnung statt dem Einzahlungsschein?

Statt manuell einen Einzahlungsschein auszufüllen, wird der QR-Code der QR-Rechnung einfach mit einer Banking-App oder einem QR-Scanner erfasst. Alternativ kann die Zahlung weiterhin manuell am Postschalter oder in der Bank vorgenommen werden, da alle Zahlungsinformationen lesbar aufgedruckt sind.

 

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