Zirkuläre Baustoffe: Die nächste Generation des Bauens

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Die Bauwirtschaft steht vor grossen Herausforderungen. Der Bedarf an Baumaterialien bleibt hoch, während Primärrohstoffe begrenzt sind und das verfügbare Deponievolumen zunehmend knapper wird. Die entscheidende Frage lautet deshalb nicht mehr, ob Baustoffe aus Sekundärrohstoffen eingesetzt werden, sondern wie vorhandene Rohstoffe künftig noch konsequenter im Kreislauf gehalten werden können.

Für Eberhard beginnt hier die Enkelfähigkeit. Dahinter steht die Überzeugung, dass die Kinder unserer Kinder die Welt mindestens so lebenswert vorfinden sollen, wie wir sie heute erleben. Deshalb betrachten wir Bauwerke nicht nur als Gebäude oder Infrastruktur, sondern auch als zukünftige Rohstofflager. Materialien sollen möglichst lange genutzt und ihre Wertstoffe für kommende Generationen erhalten werden.

Vom Recycling ins zirkuläre Zeitalter

Die Entwicklung der Bauwirtschaft bleibt nicht stehen. Wir befinden uns aktuell am Übergang vom Recyclingzeitalter ins zirkuläre Zeitalter. Während der Fokus früher vor allem darauf lag, Bauabfälle aufzubereiten und als Sekundärrohstoffe wieder nutzbar zu machen, geht der Anspruch heute deutlich weiter.

Die ersten Generationen von Recycling-Beton wurden mit reinem Fokus auf die Ressourcenschonung hergestellt, indem Recyclinggranulat die natürlichen Rohstoffe Sand und Kies substituierten. Doch der Einsatz von Recyclinggranulat kann zu einem erhöhten Zementbedarf führen, was zu einem erhöhten CO2-Ausstoss führt. Heute steht jedoch nicht mehr allein die Substitution von Primärrohstoffen im Vordergrund, sondern die ganzheitliche Optimierung von Ressourceneffizienz und CO₂-Bilanz.

Zirkuläres Bauen beginnt nicht erst am Ende eines Lebenszyklus, sondern bereits bei der Planung. Materialien sollen möglichst lange genutzt, wiederverwendet und am Ende ihres Einsatzes hochwertig in neue Anwendungen überführt werden. Neben einem möglichst hohen Anteil an Sekundärrohstoffen spielen dabei auch CO₂-Reduktion, transparente Umweltdaten und gleichwertige technische Eigenschaften eine zentrale Rolle.


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Bildquelle: Eberhard Unternehmungen

Unter dem Dach von zirkulit werden diese Ansprüche vereint. Mit zirkulit beton® und zireco beton® stehen Lösungen zur Verfügung, die Ressourcen- und Klimaschutz miteinander verbinden.

Wie diese Entwicklung in der Praxis aussieht, zeigt die Wohnüberbauung Lerchenweg in Kloten. Beim Ersatzneubau mit über 200 Wohnungen kommt zireco® Beton zum Einsatz. Mit dem Einsatz von zireco® Beton konnten bei diesem Objekt die ambitionierten ökologischen Ziele zum zirkulären Bauen erreicht werden.

Rückbau als Schlüssel für die Kreislaufwirtschaft

Der Grundstein für eine erfolgreiche Kreislaufwirtschaft wird beim Rückbau bestehender Bauwerke gelegt. Je sauberer Materialien getrennt werden, desto hochwertiger können sie später wiederverwertet werden.

Dieser Gedanke wird bei Eberhard unter dem Begriff «Urban Mining» zusammengefasst. Gebäude werden dabei als Rohstofflager verstanden. Wertvolle Materialien werden zurückgewonnen und für neue Anwendungen nutzbar gemacht. So bleiben Rohstoffe länger im Kreislauf und Deponieraum wird geschont.

Gerade für die Schweiz gewinnt dieser Ansatz zunehmend an Bedeutung. Kreislaufwirtschaft hilft dabei, vorhandene Rohstoffe länger zu nutzen, die Versorgung mit Baustoffen langfristig zu sichern und wertvollen Deponieraum zu schonen.

 Video, Patric Van der Haegen: Kreislaufwirtschaft: Unsere Verantwortung 

 

Bild 2c - Gestein

Bildquelle: Eberhard Unternehmungen

Bildlegende: Don’t build a new house – dieser Gedanke steht für unseren Anspruch, mit dem zu bauen, was bereits vorhanden ist. Statt auf Primärmaterialien zu setzen, nutzen wir hochwertig aufbereitete Sekundärrohstoffe aus zurückgebauten Gebäuden. So entsteht Neues aus Bestehendem: ressourcenschonend, werterhaltend und enkelfähig. 

Qualität entsteht durch Aufbereitung und Erfahrung

Die Qualität moderner Baustoffe aus Sekundärrohstoffen basiert auf professionellen Aufbereitungsprozessen, klaren Qualitätsstandards und langjähriger Erfahrung. Bei Eberhard werden Materialien seit den 1980er-Jahren aufbereitet, geprüft und als hochwertige Baustoffe erneut in den Kreislauf zurückgeführt. Heute entstehen in den Werken Ebirec und EbiMIK aus Bauabfällen wertvolle Sekundärrohstoffe für neue Bauprojekte.

Warum zirkuläre Baustoffe für die Zukunft unverzichtbar sind

Baustoffe aus Sekundärrohstoffen leisten einen wichtigen Beitrag zur Zukunftsfähigkeit der Bauwirtschaft. Sie helfen:

  • Kies und andere Primärrohstoffe einzusparen,

  • bestehende Deponien zu entlasten,

  • Transportwege und damit verbundene Emissionen zu reduzieren,

  • die Versorgung mit Baustoffen langfristig sicherzustellen.

Gleichzeitig steigen die Anforderungen an nachhaltiges und transparentes Bauen. Bauherrschaften, Investoren und die öffentliche Hand erwarten zunehmend nachvollziehbare Lösungen für den verantwortungsvollen Umgang mit Rohstoffen. Zirkuläre Baustoffe leisten hierzu einen wichtigen Beitrag.

Video von Patrick Eberhard:

 

 

Fazit

Zirkuläre Baustoffe sind technisch ausgereift und leisten einen wichtigen Beitrag zu einer zukunftsfähigen Bauwirtschaft. Ihr Potenzial entfaltet sich jedoch erst dann vollständig, wenn Materialien von Beginn an als Teil eines geschlossenen Kreislaufs betrachtet werden.

Für Eberhard bedeutet enkelfähiges Bauen deshalb, Materialwerte zu erhalten, Stoffkreisläufe zu schliessen und Verantwortung über Generationen hinweg zu übernehmen. Die Zukunft der Bauwirtschaft ist zirkulär.

 

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